Solist
Christoph Seidl
Der österreichische Bass Christoph Seidl begann nach erstem Gesangsunterricht in seiner Heimatstadt Weitra 2008 ein Gesangsstudium bei Ralf Döring an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, an der er zuvor ein Jahr lang den Lehrgang Stimmbildung bei Martin Vacha belegt hatte. Er absolvierte Meisterkurse bei Angelika Kirchschlager, Thomas Hampson und Helmut Deutsch und war Stipendiat des Richard Wagner Verbandes sowie erster Preisträger beim internationalen Prof.-Dichler-Wettbewerb.
In Produktionen der Musikuniversität Wien sang Christoph Seidl u. a. Partien wie Colline in »La bohème«, Sarastro in »Die Zauberflöte«, Antonio und Dr. Bartolo in »Le nozze di Figaro«. 2011 sang er den Antonio auch im Rahmen der Sommer-Oper Bamberg am E.T.A.-Hoffmann-Theater, zudem den Sperber in der Opernparodie »Die schwarze Frau« von Adolph Müller im Rahmen des Musiktheaterfrühlings Gmunden sowie bei einem Gastspiel in Weitra. Im selben Jahr wirkte er auch als Masetto und als Commendatore in »Don Giovanni« beim Sommertraumfestival am Semmering mit. Im Bereich der Kirchenmusik war der junge Bass u. a. als Solist in Messen von Mozart, Haydn, Beethoven und Schubert zu hören und trat als Konzertsänger in zahlreichen Städten in Deutschland und Österreich auf.
2013 debütierte Christoph Seidl in einer Neuproduktion von Schostakowitschs »Lady Macbeth von Mzensk« unter Theodor Currentzis und in der Regie von Andreas Homoki am Opernhaus Zürich. In der Spielzeit 2013/2014 gehörte er dem dortigen Opernstudio an und sang u. a. Hans Schwarz in »Die Meistersinger von Nürnberg«, das Portrait in Martinůs »Zweimal Alexander«, Araldo in »Otello« und den Zweiten Gefangenen in »Fidelio«.
Im Rahmen des Young-Singers-Projects der Salzburger Festspiele sang er Osmin in »Die Entführung aus dem Serail für Kinder« und wirkte unter Antonio Pappano und Peter Stein als Deputato in »Don Carlo« im Großen Festspielhaus mit. Zudem übernahm er unter Hans Graf und in der Regie von Adrian Marthaler das Janitscharensolo in »Die Entführung aus dem Serail«.
2014–2016 war Christoph Seidl Mitglied des Jungen Ensembles des Theaters an der Wien, wo er u. a. Gremin in »Eugen Onegin« sang und als Haushofmeister in »Capriccio« in einer Inszenierung von Tatjana Gürbaca unter der musikalischen Leitung von Bertrand de Billy zu hören war.
Seit der Spielzeit 2016/2017 ist er Ensemblemitglied des Staatstheaters am Gärtnerplatz, wo er Partien wie Baculus (»Der Wildschütz«), Alidoro (»La Cenerentola«), Somnus (»Semele«), Komtur (»Don Giovanni«) und Sarastro (»Die Zauberflöte«) sang.